Kategorien-Archiv Migrationspolitik

Micado übernimmt ERSO-Vorsitz

Turnusgemäß übernimmt Micado Migration in diesem Jahr den Vorsitz des „European Reintegration Support Organisations“ (ERSO)-Netzwerkes. ERSO ist ein europäischer und darüber hinausgehender interkontinentaler Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen, die im Arbeitsfeld der Freiwilligen Rückkehr kooperieren, Lobbyarbeit betreiben und konkrete Projekte und Hilfsmaßnahmen planen. Dementsprechend wird die nächste ERSO-Generalversammlung Ende des Jahres in Deutschland stattfinden.

IntegPlan-Fachtagung in Göttingen

In der vergangenen Woche fand die jährliche Fachtagung des IntegPlan-Projektes in Göttingen statt. Im Mittelpunkt der Erörterungen standen die Qualitätsrichtlinien zur freiwilligen Rückkehrberatung sowie neue Instrumente zur Reintegrationsförderung im Ausland. Anwesend waren rund 150 Mitarbeiter/innen von Rückkehrberatungsstellen, Landes- und Bundesministerien sowie Behörden.

 

Maßnahmen der Bundesregierung für die Sprachförderung und Integration von Flüchtlingen

Übersicht aller Programme und Maßnahmen der Bundesregierung zur Sprachförderung und Integration von Flüchtlingen zu Ihrer Information.

Diese Broschüre kann als PDF über die Seite des ESF geladen werden

Anerkennung von Qualifikationen und Bildungstransfer

Die Migration von internationalen Fachkräften ist zu einem wichtigen politischen Thema geworden und spiegelt sich im sogenannten Wettbewerb um die klügsten Köpfe. Damit stehen Einwanderungsländer vor der Herausforderung, ihre Bildungssysteme und Arbeitsmärkte durchlässiger zu gestalten, damit die im Ausland erworbenen Qualifikationen auch im Zielland verwertet werden können. 2012 trat in Deutschland ein Gesetz in Kraft, welches die Möglichkeiten der Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen deutlich verbessern sollte. Ist dies gelungen? Ein Interview mit Dr. Martina Müller-Wacker, einer der führenden deutschen Expertinnen im Themenfeld Anerkennung, Bildungstransfer und Fachkräfterekrutierung.

Das vollständige Interview – ein Kurzdossier auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung – finden Sie hier.

Was Flüchtlinge wirklich bewegt – Studie der Bosch-Stiftung

Auf der Webseite der Robert-Bosch-Stiftung liegen erste Ergebnisse aus einem aktuellen Forschungsprojekt vor:

Flüchtlinge wünschen sich echte soziale Kontakte zur Bevölkerung in Deutschland. Wichtig sind ihnen ein intaktes Sozialleben und stabile persönliche Beziehungen. Das zeigen erste Ergebnisse einer Studie von SVR-Forschungsbereich und Robert Bosch Stiftung. Das Besondere der Befragung: die Flüchtlinge können von sich aus Themen ansprechen.

Mehr dazu hier.

Jubiläumsbroschüre „Kommunaler Qualitätszirkel zur Integrationspolitik“

Der Arbeitskreis Kommunaler Qualitätszirkel zur Integrationspolitik hat anläßlich seines fünfjährigen Bestehens die Jubiläumsbroschüre „Kommunaler Qualitätszirkel zur Integrationspolitik 2009 – 2014: Einblicke | Rückblicke | Ausblicke“ veröffentlicht. Die Jubiläumsbroschüre enthält Handreichungen und Positionspapiere zu integrationspolitisch relevanten Themen wie interkulturelle Öffnung der Verwaltung, Integrationsmonitoring, Bildung, politische Partizipation und Umgang mit religiöser Vielfalt in Kommunen.

Link zur Broschüre

StarthilfePlus ist am Start

Seit dem 1.2.2017 stehen die Mitel für das Programm „StarthilfePlus“ zur Verfügung. Das Programm soll Anreize für eine freiwillige Rückkehr sowohl von Ausreisepflichtigen wie auch Asylbewerbern im Verfahren schaffen.

Eine finanzielle Förderung in Höhe von 1.200 Euro (pro Person ab 12 Jahre) wird gewährt, wenn noch vor Abschluss des Asylverfahrens die verbindliche Entscheidung getroffen wird, freiwillig aus Deutschland auszureisen, und der Asylantrag zurückgenommen wird. Eine finanzielle Förderung in Höhe von 800 Euro (pro Person ab 12 Jahre) wird gewährt, wenn nach Erhalt eines negativen Asylbescheids die verbindliche Entscheidung, freiwillig aus Deutschland auszureisen, noch innerhalb der Ausreisefrist erfolgt und keine Rechtsbehelfe eingelegt werden.

Weitere Informationen finden sich hier.

DIHK schlägt Maßnahmenpaket zur Flüchtlingsintegration vor

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat elf Maßnahmen für eine Verbesserung der Flüchtlingsintegration vorgeschlagen. Das Papier stellt diese unter die folgenden Überschriften:

1. Klarheit über Zugänge zur Ausbildungsduldung schaffen
2. Zusätzliche Bürokratie für Betriebe in Folge von Meldepflichten vermeiden
3. Einheitliche Regelungen bei Ausbildungsförderung auf den Weg bringen
4. Einheitlichen Prozess beim Abschluss eines Ausbildungsvertrages schaffen
5. Kontinuierliche Begleitung vor und während der Ausbildung sichern
6. Sicherheit vor Abschiebung auch für Einstiegsqualifizierung (EQ) garantieren
7. Berufsschulunterricht während Einstiegsqualifizierung sicherstellen
8. Flexibilität und Mobilität trotz Wohnsitzauflage ermöglichen
9. Umzug wegen Volljährigkeit verhindern
10. Arbeitsmarktprüfung innerhalb von zwei Wochen durchführen
11. Qualität und Aussagekraft von Sprachzertifikaten bundesweit sichern

Das vollständige Dokument ist unter obigem Link als pdf-Download erhältlich.

BAMF: Asyl-Jahresbilanz 2016

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat vor kurzem seine Asyl-Jahresbilanz für 2016 vorgestellt. Demnach wurden im Verlaufe des Jahres rund 750.000 Asylanträge entgegengenommen und rund 250.000 wurden als Flüchtlinge anerkannt. Die drei wichtigsten Herkunftsländer blieben Syrien, Eritrea und Afghanistan.

Erfolgreiche SABENE-Fachtagung bei der IHK

Am 9.12. fand in den Räumlichkeiten der IHK in Saarbrücken eine SABENE-Fachtagung zum Thema „Arbeitsmarktintegration syrischer Flüchtlingsfrauen“ statt. Die Veranstaltung wurde von InteressentInnen aus vielfältigen Arbeitszusammenhängen besucht: aus Wohlfahrtseinrichtungen, den Jobcentern und ehrenamtlich Tätigen. Der einleitende Vortrag von Frau Dr. Huda Zein vom Institut für Orientalistik der Universität Köln bot die Grundlage für die folgenden Diskussionen. Frau Dr. Zein schlug einen Bogen von der gesellschaftlichen Stellung der Frau in Syrien – vor allem unter dem Gesichtspunkt der Erwerbstätigkeit – hin zu den Herausforderungen, die sich nach der Ankunft in Deutschland ergeben. Sie wies insbesondere auf die oft schwierige psychische Situation der Frauen hin, die bei der Beratungstätigkeit zu berücksichtigen sei.

Im Anschluss an den Vortrag fand eine Podiumsdiskussion mit fünf Syrerinnen statt, die zum Teil erst seit sehr kurzer Zeit in Deutschland sind. Sie legten ihren beruflichen Werdegang vor der Flucht sowie ihre Wünsche und Vorstellungen für die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt dar. Neben der sprachlichen Hürde, der Frage der Anerkennung in Syrien erworbener Qualifikationen sowie weiterer, vor allem organisatorischer Herausforderungen wurden auch übergreifende Probleme wie etwa der erlebte Alltagsrassismus diskutiert. Die Syrerinnen endeten ihre Beiträge mit dem Appell, weiter aufeinander zuzugehen, Vorurteile und Stereotypen abzubauen und über ein gemeinsames Verständnis an den Problemen zu arbeiten.