Kategorien-Archiv Migrationspolitik

Im Umbruch

Heute findet die letzte Veranstaltung des Projektes „Transnational Exchange“ der Kolleg/innen von der Caritas Augsburg statt, eine Konferenz zum schwierigen Thema „Rückkehr nach Syrien“. Morgen sind wir am zweiten Tag auf der Jahreskonferenz von FRONTEX in Rotterdam, ebenfalls zum Thema freiwillige – oder eigenständige – Rückkehr präsent. Es gibt viele wichtige Veranstaltungen in diesen Tagen, denn das Arbeitsfeld ist im Umbruch – und die neuen Richtlinien der EU konzentrieren sich leider nur allzu sehr auf den schlechtmöglichsten Weg der Aufenthaltsbeendigung: Abschiebung.

SVR-Gutachten zur Migration veröffentlicht

Das SVR-Jahresgutachten zur Migration ist da, immer wieder eine gute Quelle für Reflektion und Planung. Auch das aktuelle Gutachten wird diesem Anspruch gerecht. Aus unserer Sicht sind mehrere Punkte von Relevanz: die Feststellung, dass Behörden mit der Umsetzung migrationspolitischer Entscheidungen oft überfordert sind, die Einschätzung, dass bei arbeitsmarktpolitischen Interventionen „Sprache first“ immer noch einen hohen Stellenwert haben sollte und dass für Frauen immer noch ungerechtfertigte Hürden beim Arbeitsmarktzugang bestehen. All das und noch mehr kann man hier nachlesen:

Chancenaufenthaltsrecht für Geduldete

Einladung zur BIG SAAR-Fachveranstaltung

Chancenaufenthaltsrecht für Geduldete
Erfahrungen und Lösungswege

17.11.2023, 9.00 – 11.30 Uhr, Breite Str. 63, 66115 Saarbrücken

Referentin:
Ann-Christin Bölter, Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz
anschließend:
Podiumsdiskussion zum fachlichen Austausch, Abschluss mit kleinem Imbiss

Bitte melden Sie sich bis zum 10.11.2023 per E-Mail an bei info@micado-migration.de mit dem Stichwort „Fachveranstaltung BIG SAAR“

Flyer

UNICEF-Bericht zum Kindeswohl im Rückkehrverfahren

UNICEF hat in einer qualitativen Studie den Umgang mit Kindern in Asyl-, Rückkehr- und Reintegrationsprozessen untersucht. Der Bericht „Child-sensitive return“ zeigt, dass auch in Deutschland das Wohl von Kindern bei Entscheidungen in den einzelnen Prozessen noch nicht umfassend und nicht vorrangig berücksichtigt wird. Die Untersuchung ist Teil eines länderübergreifenden Forschungsprojektes von UNICEF zum Kindeswohl in Asyl-, Rückkehr- und Reintegrationsprozessen in Schweden, den Niederlanden, Großbritannien und Deutschland. Die Ergebnisse für Deutschland basieren auf einer Analyse der rechtlichen Situation, der Auswertung verfügbarer Daten und Studien zu dem Thema sowie 18 Experteninterviews. Die Interviews wurden im März und April 2019 von UNICEF Deutschland und SINUS durchgeführt.

Weitere Infos finden Sie hier.

20. Internationale Migrationskonferenz 2020

Vom 18.-19. Juni 2020 wird an der Hochschule für Soziale Arbeit der Nordwestschweiz die 20. Internationale Migrationskonferenz in enger Zusammenarbeit mit deutschen Forschungseinrichtungen stattfinden. Das Thema ist „The Multicultural Condition“. Im Rahmen der Konferenz sollen Grundlagen und Kritiken des Multikulturalismus revisited und einer erneuten Überprüfung und Diskussion unterzogen werden. Dabei geht es vor allem auch darum das Verhältnis des Multikulturalismus zu konkurrierenden Konzepten auszuloten, insbesondere zu Integration und Diversität. Grundlage und Ausgangspunkt für diese Auseinandersetzung bildet die Annahme einer „multicultural condition„, einer spezifischen multikulturellen Existenzweise, die die Lebenspraxis moderner Gesellschaften entscheidend prägt und bestimmt. Mit dieser Unterscheidung von Multikulturalismus und dem Multikulturellen – oder der multikulturellen Lebenspraxis – wird eine weitere Differenzierung eingeführt, die im Rahmen der Konferenz fokussiert werden soll.

Weitere Informationen unter: https://web.fhnw.ch/plattformen/migrationskonf

Exkursionen in den Nordirak und nach Nigeria

Das zweite Halbjahr 2019 sieht im Rahmen des Projektes „IntegPlan BMZ“ noch zwei durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierte Exkursionen von MitarbeiterInnen der Rückkehrberatung vor. Nachdem im ersten Halbjahr Reisen nach Kosovo/Albanien, Ghana und Marokko durchgeführt worden waren, stehen nun noch der Nordirak sowie Nigeria als wichtige Migrations-Herkunftsländer auf dem Programm. Die einwöchigen Exkursionen sollen den BeraterInnen ein realistisches Bild über die Rahmenbedingungen vermitteln, die RückkehrerInnen nach der Ausreise aus Deutschland erwarten. Dies soll ermöglichen, den Beratungsprozess vor der Ausreise realitätsnah und mit einem gewachsenen Grundverständnis für die absehbaren Integrationsprobleme im Herkunftsland durchzuführen.

Fachkonferenz zum kommunalen Migrationsmanagement

Aufgrund der unterschiedlichen Kulturen, Religionen, Sprachen und Mentalitäten sind bei der Integration von Flüchtlingen mannigfache Schwierigkeiten zu bewältigen. Die Integration in Schule, Arbeitsmarkt und Gesellschaft, die hunderttausendfache Sprachförderung, die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und die Behandlung von traumatisierten Menschen sind nur der Anfang. Integration von Flüchtlingen ist ein mehrjähriger Entwicklungsprozess, dessen Erfolg von vielen Faktoren und Akteuren abhängig ist. Den Kommunen kommt dabei eine besondere Rolle zu, denn sie werden langfristig den größten Teil dieser Aufgaben schultern müssen. Integration ist ein steiniger Weg und erfolgt in kleinen Schritten, sollte aber zielgerichtet sein.

Diese Themen werden Vertretern aus Kommunalpolitik und Verwaltung am 14. November 2019 in Bonn in dem Fachforum Flucht, Migration und Integration diskutiert. Weitere Informationen unter https://www.fluechtlingskongress.de/

Exkursionen nach Tunesien und Ghana

Im November 2018 fanden zwei durch das Programm „Perspektive Heimat“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierte und durch das IntegPlan-Projekt durchgeführte Exkursionen für Rückkehrberater/innen nach Tunesien und Ghana statt. Ziel der einwöchigen Reisen war es, die Berater/innen mit der Realität der Rahmenbedingungen beider Länder vertraut zu machen. Dadurch sollen sie in den Stand versetzt werden, in ihrer Beratung zutreffende und realistische Hinweise zu Reintegrationschancen und -herausforderungen zu geben. Die Exkursionen wurden vor Ort von Partnerorganisationen vorbereitet und beinhalteten ein intensives Besuchsprogramm bei staatlichen Einrichtungen, den GIZ-Migrationsberatungszentren, NGOs und Rückkehrern.

ERSO-Treffen in Warschau

Im November fand das turnusmäßige Treffen des im Reintegrationsbereich aktiven ERSO-Netzwerk bei der gastgebenden Caritas Polen statt. Die Vertreter der verschiedenen Organisationen, darunter auch Micado Migration, informierten sich u. a. bei Beamten der polnischen Ausländerbehörde und Grenzpolizei über die Pläne der dortigen Behörden in Bezug auf das Arbeitsfeld der freiwilligen Rückkehr. Darüber hinaus wurden organisatorische Interna sowie anstehende Veranstaltungen für das Jahr 2019 diskutiert.

IntegPlan-Fachtagung in Berlin

Vom 21.-22. Juni 2018 fand in Berlin die diesjährige IntegPlan-Fachtagung statt, organisiert durch den Projektträger Micado Migration. Rund 200 Gäste aus der Fachöffentlichkeit setzten sich mit verschiedenen Aspekten des Themenfeldes Freiwillige Rückkehr und Reintegration auseinander. Mit Vertreter/innen von Beratungstellen, Ministerien und Behörden sowie aus der Wissenschaft untermauerte die Fachtagung einmal mehr ihren Ruf als „Generalkonferenz“ der Rückkehrberatung in Deutschland, als die sie auch Staatssekretär Tietze von der Berliner Senatsverwaltung einleitend würdigte. Die nächste Fachtagung wird 2019 aller Voraussicht nach in Sachsen stattfinden.