Kategorien-Archiv Projekte

Rückkehr nach Serbien und Nordmazedonien

Zum 1.1.2026 haben wir ein Kooperationsprojekt mit der Caritas Serbien und der Stiftung Mazedonische Caritas zur Beratung und Betreuung in diese Länder zurückkehrender Migrant/innen begonnen. Genauere Informationen kann man der Webseite entnehmen.
www.reintegration.net

AMIF

Am 15.12. wird der neue Förderaufruf des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union in Deutschland veröffentlicht, ab Donnerstag findet dazu eine Reihe von Informationsveranstaltungen statt. Der AMIF ist das zentrale Steuerungsinstrument der EU – und durch die nationalen Programme auch vieler EU-Mitgliedsländer -, um Projekte und Programme im Bereich der gesamten Migrationspolitik zu fördern. Dies betrifft nicht nur den Flüchtlingsbereich, sondern auch z. B. Fragen der Arbeitsmigration. Dabei steht das Programm ohne Zweifel unter einem ständigen Anpassungs- und Nachjustierungsdruck, der gleichermaßen nationale Politik, Vorgaben der EU, aber auch die nackten Notwendigkeiten in der Migrationspolitik berücksichtigen muss. Das ist keine leichte Aufgabe und sie kann niemals – von niemandem – perfekt gelöst werden. Wir haben die Hoffnung, dass mit der Wiedereröffnung des AMIF wichtige Impulse in der deutschen Migrationspolitik gesetzt werden können und dass die bisherige Tendenz der Verwaltungs- und Prozessvereinfachung mit Nachdruck fortgesetzt wird, damit der Fonds die ihm übertragenen Aufgaben für alle Beteiligten auskömmlich und sinnvoll erfüllen kann.

Time to shine!

Konferenzmappen zu packen ist das eine, die viele Hundert Kilometer aus dem Saarland zu unserer Tagung nach Kiel zu schaffen, ist das andere. Wer am kommenden Mittwoch erschöpft aussehende Mitarbeiter mit schwerem Gepäck in der Bahn erblickt, sollte ihnen einen Kaffee spendieren!

IntegPlan-Fachtagung

Hier bei Micado bereiten wir gerade alles für die kommende IntegPlan-Jahrestagung in Kiel vor. Auf der Konferenz werden wir uns mit teilweise schwierigen Themen aus dem Arbeitsfeld der Förderung der Freiwilligen Rückkehr auseinandersetzen müssen. Zwei vollgepackte Tage für ein hoffentlich interessiertes Fachpublikum stehen uns bevor. Die Präsenzplätze sind bereits ausgebucht, aber wir streamen auch live und dafür sind Anmeldungen immer noch möglich.

Micado baut um

Die aktuelle Corona-Krise hat auch Micado Migration nicht unbehelligt gelassen. Für eine Einrichtung, die viel mit Beratung und Weiterbildung zu tun hat, sind die Kontaktverbote und Distanzgebote besonders belastend gewesen. Im Weiterbildungsbereich hat dies nun einen Prozess beschleunigt, der bereits vor der Krise vorsichtig begonnen wurde, nun aber ungleich dringlicher geworden ist: die Digitalisierung der Weiterbildung in Form von internet-gestützten Angeboten, und zwar in allen möglichen Präsentationsformen. Dazu gehört natürlich auch die Aufzeichnung von Videomaterial, und konsequenterweise sind wir aktuell dabei, einen Büroraum entsprechend einzurichten. Das erste Webinar soll bereits in Kürze im Rahmen des IntegPlan-Projektes erstellt werden.

SABENE Beratungsstellen sind bis auf weiteres geschlossen.

Um der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus entgegen zu wirken, sind die SABENE Beratungsstellen bis auf weiteres geschlossen.
Falls Sie Rat und Unterstützung benötigen, senden Sie uns eine e-mail an info@micado-migration.de. Unsere BeraterInnen werden sich dann telefonisch mit Ihnen in Verbindung setzen.

Ihr
SABENE TEAM

Exkursionen in den Nordirak und nach Nigeria

Das zweite Halbjahr 2019 sieht im Rahmen des Projektes „IntegPlan BMZ“ noch zwei durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierte Exkursionen von MitarbeiterInnen der Rückkehrberatung vor. Nachdem im ersten Halbjahr Reisen nach Kosovo/Albanien, Ghana und Marokko durchgeführt worden waren, stehen nun noch der Nordirak sowie Nigeria als wichtige Migrations-Herkunftsländer auf dem Programm. Die einwöchigen Exkursionen sollen den BeraterInnen ein realistisches Bild über die Rahmenbedingungen vermitteln, die RückkehrerInnen nach der Ausreise aus Deutschland erwarten. Dies soll ermöglichen, den Beratungsprozess vor der Ausreise realitätsnah und mit einem gewachsenen Grundverständnis für die absehbaren Integrationsprobleme im Herkunftsland durchzuführen.

Exkursionen nach Tunesien und Ghana

Im November 2018 fanden zwei durch das Programm „Perspektive Heimat“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierte und durch das IntegPlan-Projekt durchgeführte Exkursionen für Rückkehrberater/innen nach Tunesien und Ghana statt. Ziel der einwöchigen Reisen war es, die Berater/innen mit der Realität der Rahmenbedingungen beider Länder vertraut zu machen. Dadurch sollen sie in den Stand versetzt werden, in ihrer Beratung zutreffende und realistische Hinweise zu Reintegrationschancen und -herausforderungen zu geben. Die Exkursionen wurden vor Ort von Partnerorganisationen vorbereitet und beinhalteten ein intensives Besuchsprogramm bei staatlichen Einrichtungen, den GIZ-Migrationsberatungszentren, NGOs und Rückkehrern.

Auftaktworkshop in Erbil: „Restart your future at home“ beginnt

Als Partner des „European Technology and Training Centre“ (ETTC) in Erbil, Nordirak, ist Micado Migration an einem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aus den Mitteln des Programmes „Perspektive Heimat“ finanzierten Projekt beteiligt. Ziel ist es, in die Region Nordirak zurückkehrenden Migrant/innen eine Orientierungsmöglichkeit vor allem für die ökonomische Reintegration zu geben und diese finanziell zu unterstützen. Micado Migration wird dabei als Focal Point für die Berater/innen der bundesdeutschen Rückkehrberatung agieren und ETTC in seiner Aufgabe unterstützen. Während eines Auftaktworkshops vergangene Woche in Erbil wurden die Rahmenbedingungen der Projektarbeit besprochen und offene Fragen diskutiert. In Kürze wird geeignetes Informationsmaterial zur Verfügung gestellt. Mit konkreten Nachfragen kann man sich bereits jetzt an Micado Migration wenden (b.pamfouet@micado-migration.de).

Rückblick auf die SABENE-Fachtagung „Flüchtlinge aus Afghanistan“

Am 14.11.2017 führte das SABENE-Projekt seine Fachtagung zum Thema „Flüchtlinge aus Afghanistan“ in den Räumlichkeiten der Handwerkskammer in Saarbrücken durch. Vor etwa 70 Gästen eröffnete Herr Dr. Justus Wilhelm von der HWK die Veranstaltung mit dem Hinweis, dass der Mangel an Auszubildenden in vielen Berufen weiterhin ein großes Problem sei und er darauf baue, dass jugendliche Flüchtlinge den Weg in klassische handwerkliche Ausbildungsberufe finden würden.

Die Islamwissenschaftlerin Angela Parvanta brachte in ihrem Vortrag sowohl den historischen Kontext der Flüchtlingssituation wie auch die schwierige Lebenslage in Afghanistan zur Sprache. Insbesondere wies sie auf die mangelhafte Schul- und Ausbildungssituation hin, die für viele Flüchtlinge schwierige Ausgangsbedingungen für einen beruflichen Start in Deutschland bedingen würden.

In einer anschließenden Gesprächsrunde mit afghanischen Flüchtlingen wurde die Bandbreite der individuellen Situation sehr deutlich: Von Studienabsolventen bis hin zu Jugendlichen, die gerade einen Schulbesuch hinter sich hatten, stellten die Flüchtlinge ihre jeweiligen Erfolge und Herausforderungen vor. Besonders problematisch war und ist für jene, deren Aufenthaltsstatus noch nicht gefestigt ist, ihre potentiellen Arbeitgeber von der Chance einer dauerhaften Beschäftigung zu überzeugen. Ebenfalls diskutiert war der unterschiedlich schwierige Zugang zu Sprachkursen, der nur teilweise durch Eigenstudium kompensiert werden konnte.

In der anschließenden allgemeine Diskussion kamen viele Aspekte zur Sprache: von den Berufschancen für Analphabeten über die Hürden des Zugangs zu Ausbildungsberufen bis hin zur Rolle der Beratungseinrichtungen und der Jobcenter bei der Arbeitsvermittlung. Am Ende der Veranstaltung wurde erneut deutlich, dass die individuellen Lebenssituationen der Afghanen, ebenso wie die anderer Flüchtlingsgruppen, auch eine individuelle Herangehensweise an die Arbeitsmarktintegration notwendig machen.